Am Montagnachmittag kam es im Salzburger Hauptbahnhof zu einem beunruhigenden Vorfall: Chemikalie Natriummethylat trat aus einem Güterwaggon aus. Zunächst waren nur ein paar Gleise und Bahnsteige betroffen, doch die Situation verschärfte sich schnell. Um 17:30 Uhr war klar, dass der gesamte Bahnhof geräumt werden musste. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit, als die Menschen hastig den Bahnhof verließen. Sicherheit geht schließlich vor, das weiß jeder! Der Einsatz der Feuerwehr war alles andere als einfach, denn Natriummethylat darf auf keinen Fall mit Wasser in Berührung kommen. Das sorgt für heftige und giftige Reaktionen – und das wollte wirklich niemand sehen!

Die Züge, die auf ihre Abfahrt warteten, mussten die Sperre abwarten. Erst kurz vor 19:00 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Glücklicherweise gab es keine Berichte über Verletzte, was die Lage etwas entspannte. Natriummethylat selbst ist ein weiß-gelbliches, geruchloses Pulver, das als Katalysator in der Biodieselherstellung eingesetzt wird. Allerdings ist es auch ätzend, selbstentzündlich und äußerst gefährlich im Umgang. Der Kommandant der Salzburger Berufsfeuerwehr, Werner Kloiber, äußerte sich dazu, dass es sich wahrscheinlich um Restbestände beim Befüllen des Waggons handelte. Der Waggon selbst scheint dicht gewesen zu sein, was die Lage etwas beruhigte.

Einsatz der Feuerwehr und Folgen

Die Berufsfeuerwehr begann sofort mit der Entfernung der Rückstände. Der Einsatz wurde auf eine Dauer von etwa eineinhalb bis zwei Stunden geschätzt. Zunächst waren zwei, später sogar vier der neun Bahnsteige gesperrt. Nach der Aufhebung der Sperre war der Zugang zum Bahnhof nur über den Haupteingang möglich – der Eingangsbereich vom Stadtteil Schallmoos blieb weiterhin geschlossen. Laut einem Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) war bis Betriebsschluss mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. So mancher Pendler konnte sich auf einen langen Abend gefasst machen.

Natriummethylat ist nicht nur ein gefährliches Gut, es bringt auch eine Reihe von Risiken mit sich. Als hochentzündlicher Stoff, der bei Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft eine explosive Reaktion hervorrufen kann, ist es wichtig, solche Chemikalien mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Das weiß jeder, der sich ein wenig mit Chemie beschäftigt hat. Bei Inhalation kann es zu Halsweh, Husten und sogar zu Kurzatmigkeit kommen. Daher ist es ratsam, bei einem Verdacht auf Exposition sofort frische Luft zu suchen und im Zweifelsfall ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wissenswertes über Natriummethylat

Natriummethylat (CAS-Nummer 124-41-4) ist ein sehr reaktiver Festkörper, der nur unter Ausschluss von Luft und Feuchtigkeit stabil bleibt. Bei unsachgemäßer Lagerung kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Es sollte daher immer in feuerfesten, trockenen und gut verschlossenen Behältern aufbewahrt werden, fern von starken Oxidantien und Metallen. Und das ist nicht nur ein theoretischer Rat – das hat die Feuerwehr am Montag eindrücklich unter Beweis gestellt. Der Vorfall erinnert uns daran, wie wichtig der sichere Umgang mit Chemikalien ist.

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Insgesamt war es ein ereignisreicher Nachmittag im Salzburger Hauptbahnhof, der vielen Passagieren sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Manchmal läuft einfach alles ein wenig anders als geplant – und das nicht immer zum Vorteil. Aber Hauptsache, niemand wurde verletzt und die Feuerwehr konnte rasch eingreifen!