Heute ist der 9.06.2026. Ein Blick auf die Welt der Atomwaffen zeigt, dass sich hier einiges tut – und zwar nicht zum Besten. Laut einem aktuellen Bericht von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) haben die neun Atommächte im Jahr 2022 ganze 119 Milliarden Dollar (ca. 102 Milliarden Euro) in ihre Atomwaffenarsenale investiert. Das sind satte 19% mehr als im Jahr zuvor! Man fragt sich, was in den Köpfen dieser Entscheidungsträger vor sich geht, während sie über 3.200 Euro pro Sekunde ausgeben. Geradezu erschreckend, oder?
Wohlgemerkt, die USA allein haben 2025 mehr für Atomwaffen ausgegeben als die acht anderen Atommächte zusammen – beeindruckende 69,2 Milliarden Dollar. Da denkt man schon, dass sich die Weltgemeinschaft um friedliche Lösungen bemühen sollte, während China mit 13,5 Milliarden Dollar und Großbritannien mit 12,6 Milliarden Dollar auch nicht gerade zurückhaltend sind. Und was ist mit dem Hunger in der Welt? Eine einzige Tagesinvestition in Atomwaffen könnte zwei Millionen Menschen vor dem Verhungern bewahren. Wenn man bedenkt, dass die Mittel der letzten drei Jahre den Hunger auf diesem Planeten hätten beenden können, fragt man sich, wo die Prioritäten wirklich liegen.
Globale Bemühungen für Abrüstung
Während im Hintergrund so viel Geld für Zerstörung ausgegeben wird, gibt es auch Lichtblicke. Der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) ist am 22. Januar 2021 in Kraft getreten und erfreut sich mittlerweile der Unterstützung von fast 70 Staaten. 2024 sind deutschlandweite Aktionen geplant, um den Vertrag weiter zu festigen. Die zweite AVV-Staatenkonferenz fand Ende 2023 in New York statt, und viele deutsche Delegationen waren vor Ort. Man könnte meinen, da regt sich etwas in der politischen Landschaft.
Das Motto „Jetzt erst recht!“ der Aktionswoche für das Atomwaffenverbot im September 2023 hat gezeigt, dass es viele gibt, die für den Frieden eintreten. Es gab sogar ein Aktionscamp in Düren, wo sich Menschen vom 4. bis 9. Juli 2023 zusammengefunden haben, um für nukleare Abrüstung zu kämpfen. So viele Stimmen, die sich für eine friedliche Zukunft erheben, das ist doch ein Lichtblick in dieser dunklen Zeit!
Die Rolle von ICAN und der Zivilgesellschaft
ICAN macht sich auch darum, dass die deutsche Regierung endlich den Beitritt zum AVV unterstützt. Über 110.000 Unterschriften wurden bereits gesammelt, und mehr als 140 Städte und Gemeinden haben den ICAN-Städteappell unterzeichnet. Das sind Zeichen, dass die Zivilgesellschaft nicht einfach stillschweigend zusieht, während die Mächtigen mit dem Feuer spielen. Die Organisation ist auf Spenden angewiesen, damit sie weiterhin gegen die nukleare Bedrohung ankämpfen kann. Und hey, man kann sich sogar bei ICAN engagieren oder Gruppen an Hochschulen gründen. Das ist doch eine schöne Möglichkeit, sich aktiv einzubringen!
Das Thema ist so drängend wie nie: Während die Welt mit existenziellen Herausforderungen ringt, scheinen die Ausgaben für Atomwaffen ungebrochen zu steigen. Wenn wir nicht aufpassen, könnte der Traum von Frieden und Sicherheit schnell zu einer Illusion werden. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, um diese Realität zu ändern – und das beginnt schon bei uns selbst.
