Heute ist der 16.06.2026 und in Salzburg tut sich eine Menge in der Gesundheitsversorgung. Vor etwa vier Wochen hat das Land Salzburg den Zukunftsprozess „Zukunft Gesundheit – Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung 2040“ ins Leben gerufen. Was für ein ambitioniertes Unterfangen! Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi und Dr. Franz Harnoncourt, der als Moderator fungiert, stecken voll in der Arbeit. Das Ziel? Eine langfristige Vorbereitung der Gesundheitsversorgung auf die Herausforderungen, die uns die Zukunft bringt – da reden wir von einer alternden Gesellschaft, dem Fachkräftemangel, steigenden Gesundheitsausgaben und den ständig neuen medizinischen Möglichkeiten. Das alles klingt nach einer echten Herkulesaufgabe, aber die ersten Schritte sind vielversprechend.

In den ersten Wochen nach dem Start des Prozesses gab es eine hohe Beteiligung von Ärzten, Pflegekräften und Vertretern der Krankenhäuser sowie der Sozialversicherungsträger. Es wird diskutiert, evaluiert und, ganz wichtig, gehört! Dr. Harnoncourt ist dabei der Dolmetscher zwischen den verschiedenen Interessen und Sichtweisen. Ein bisschen wie ein Schiedsrichter im Fußball, der darauf achtet, dass alle fair spielen und die besten Lösungen für die Patienten gefunden werden.

Die Herausforderungen der Zukunft

Ein zentrales Anliegen ist die stärkere Vernetzung der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte besser zusammenarbeiten. Auch Pflegeeinrichtungen, Sozialdienste und Rettungsorganisationen müssen enger zusammenrücken. Das Ziel ist klar: die Patientensteuerung verbessern, damit die Menschen schneller und einfacher zu den richtigen Versorgungsstellen gelangen. Innovative Angebote wie Telemedizin und Primärversorgungseinheiten sollen hier eine entscheidende Rolle spielen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die psychische Gesundheit. Der Bedarf an psychiatrischen und psychotherapeutischen Leistungen steigt rasant. In Salzburg gibt es bereits einige innovative Versorgungsmodelle, wie die integrierte psychiatrische Betreuung im gewohnten Umfeld. Auch wenn der Fokus auf Qualität und Patientensicherheit liegt, gibt es auch Diskussionen um Krankenhausstandorte. Doch keine Sorge, die bestehende Standortgarantie bleibt unverändert. Es geht nicht um Einsparungen, sondern um eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

Der Fachkräftemangel – eine drängende Realität

Einen großen Schatten wirft der Fachkräftemangel auf die Bemühungen. In ganz Europa kämpfen Krankenhäuser, Pflegeheime und Kindertagesstätten um qualifiziertes Personal. Der Druck auf Patient:innen, Familien und Fachkräfte wird immer größer. Die Gründe sind vielfältig: eine alternde Bevölkerung, belastende Arbeitsbedingungen und eine fehlende langfristige Planung machen das Ganze nicht einfacher. Der Eurofound-Bericht 2023 zeigt, dass besonders das Gesundheitswesen und die Sozialwirtschaft stark unter einem strukturellen Personalmangel leiden. Schaut man sich die Zahlen an, wird einem ganz schwindelig: 20 EU-Staaten meldeten 2022/2023 einen Ärztemangel, 15 Staaten haben einen Notstand bei Pflegekräften.

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Die WHO prognostiziert bis 2030 einen Mangel von 4,1 Millionen Fachkräften im Gesundheitswesen in Europa. Das sind alarmierende Zahlen! Die demografischen Veränderungen führen zu einem schrumpfenden Arbeitsmarkt. In der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen wird ein Rückgang um 35 Millionen bis 2050 erwartet. Das geht an niemandem spurlos vorbei.

Vernetzte Lösungen und innovative Ansätze

Um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sind koordinierte Maßnahmen auf politischer, bildungspolitischer und praktischer Ebene gefragt. Handlungsempfehlungen gibt es zur Genüge: von der Stärkung der finanziellen Basis für Einrichtungen bis hin zu Bürokratieabbau und der Förderung von Bildungsmaßnahmen. Auch die Unterstützung von Organisation und Innovation wird immer wichtiger. Es ist klar, dass die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Willkommenskultur für internationale Fachkräfte notwendig sind, um den Engpass zu mildern.

Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken, könnte ein Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen sein. Prävention durch Bewegung, gesunde Ernährung und Gesundheitsbildung stehen auf der Agenda. Letztlich geht es darum, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Gesundheitsversorgung in Salzburg bis 2040 zukunftssicher zu machen. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, aber wenn wir die ersten Schritte in die richtige Richtung machen, ist alles möglich.