Fritz Karl, ein Name, der in der österreichischen Film- und Theaterlandschaft für Furore sorgt, hat sich über die Jahre nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Drehbuchautor einen Namen gemacht. Der 58-jährige Familienvater spielt die Hauptrolle in der ARD-Reihe „Der Salzburg-Krimi: Tod am Wolfgangsee“ und hat sich mit seiner Darstellung des Kriminalpsychologen Thomas Meiberger in „Meiberger – Im Kopf des Täters“ bestens in die Herzen der Zuschauer gespielt. Es ist faszinierend zu sehen, wie er in seinen Rollen immer wieder die Abgründe der menschlichen Psyche erkundet und gleichzeitig den Humor, der ihm so wichtig ist, nicht aus den Augen verliert.

In seinem Privatleben ist Fritz Karl ein Mann mit einer bunten Familie: Verheiratet mit der Schauspielerin Elena Uhlig, hat er zwei Söhne und zwei Töchter, dazu kommen drei erwachsene Kinder aus einer früheren Beziehung und vier Enkelkinder. Es ist kein Geheimnis, dass Humor in seiner Familie eine große Rolle spielt – besonders, wenn die Kinder ihn in der Öffentlichkeit „Opa“ nennen. Das sorgt nicht nur für Schmunzeln, sondern auch für die ein oder andere Anekdote, die er gerne teilt. „Ehrlich gesagt, es ist komisch, aber auch schön, so genannt zu werden“, gesteht er mit einem Lächeln.

Kreatives Schaffen und gesellschaftliche Themen

Karl hat das Drehbuch für „Der Salzburg-Krimi“ selbst geschrieben und hat große Pläne für die Zukunft. Er möchte Geschichten erzählen, die den aktuellen Zustand der Gesellschaft reflektieren. Seine Vision? Ein Film über Vergebung und Nächstenliebe. „Es wird immer mehr zum Motto ‚Auge um Auge‘, und ich glaube, wir brauchen einen anderen Blickwinkel“, erklärt er. Es ist bemerkenswert, wie ernst er diese Themen nimmt und gleichzeitig die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor findet, die ihn auszeichnet.

Sein Schreibprozess ist alles andere als traditionell. Es gibt kein festes Ritual, das er einhält. Oft arbeitet er abends, nachdem er seinen Kindern ein Einschlaflied vorgesungen hat. Das klingt nach einer perfekten Mischung aus familiärer Nähe und künstlerischem Schaffen. Seine Frau Elena ist ebenso kreativ und gemeinsam machen sie oft improvisierte Instagram-Videos. Diese schönen Momente scheinen eine willkommene Abwechslung zu sein, besonders in einem Alltag, in dem Handynutzung und pubertierende Söhne eine ständige Herausforderung darstellen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Wurzeln von Fritz Karl reichen weit zurück. Bereits in seiner Jugend absolvierte er eine Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben und besuchte zwei Semester das Max Reinhardt Seminar in Wien. Ab 1986 war er an diversen Wiener Theaterbühnen engagiert, bevor er 1988 im Fernsehen debütierte. Bekannt wurde er durch die Serie „Julia – Eine ungewöhnliche Frau“, wo er in den ersten drei Staffeln als Sebastian Reidinger glänzte. Sein Talent blieb nicht unbemerkt – 1995 erhielt er den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler für seine Rolle in „Höhenangst“.

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Seine Karriere ist von vielen spannenden Projekten geprägt. Er spielte in romantischen Komödien, Krimiserien und sogar in einer belgischen Produktion. Interessanterweise lehnte Karl ein Casting für „The Peacemaker“ mit George Clooney ab, um seiner Theaterkarriere treu zu bleiben. „Es waren andere Zeiten“, sagt er, und man spürt, dass er stolz darauf ist, seinen eigenen Weg gegangen zu sein.

Was die Zukunft bringt? Fritz Karl bleibt weiter kreativ. Mit neuen Projekten in der Pipeline, unter anderem die Fortsetzungen von „Meiberger“, wird es sicher nie langweilig. Seine Haltung zur Gesellschaft und die Themen, die er aufgreifen möchte, sind auch für kommende Generationen von großer Bedeutung. Und während er weiterhin Geschichten erzählt, bleibt er ein bescheidener Opa, der die kleinen und großen Freuden des Lebens genießt.