Gestern war in Wien ein ganz besonderer Abend im Raiffeisen Forum. Eine Feier, die nicht nur die Leistung von Unternehmen würdigte, sondern auch das Herzstück der österreichischen Gesellschaft: die Freiwilligen Feuerwehren. 16 Firmen wurden mit dem Award „feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein schöner Titel, sondern eine Anerkennung des Engagements dieser Unternehmen, die ihre Mitarbeiter unterstützen, die sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren einsetzen.

Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband und Arbeitsministerin Korinna Schumann überreichten die Preise an Firmen aus ganz Österreich. Die Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und Bundesländern. Im schönen Salzburg wurden unter anderem die Leube Zement GmbH und die METALL-Tech Brugger Manfred GmbH ausgezeichnet. Was für eine Leistung! Arbeitgeber, die es ihren Mitarbeitern ermöglichen, während der Arbeitszeit bei Einsätzen auszurücken, ohne dafür Urlaubstage opfern zu müssen, sind eine absolute Bereicherung für unser Feuerwehrwesen.

Wertvolle Unterstützung in Krisenzeiten

Besonders in Zeiten, in denen Unwetter über das Land fegen – wie im Spätsommer 2024, als die Feuerwehren Zehntausende von Einsatzstunden leisteten – ist die Unterstützung durch die Arbeitgeber entscheidend. Feuerwehrpräsident Robert Mayer hat dies in seiner Rede deutlich gemacht. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, schnell zu reagieren, ist das nicht nur für die Gemeinschaft von unschätzbarem Wert, sondern auch für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren.

Einige Firmen gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie ermöglichen ihren Mitarbeitern, Ausbildungen an Landesfeuerwehrschulen ohne Urlaubstage zu besuchen oder stellen ihre Firmenareale für Feuerwehrübungen zur Verfügung. Diese Art der Unterstützung trägt zur Stärkung des Feuerwehrsystems in Österreich bei. Spannend ist auch, dass INTERSPAR Österreich für seine Kooperation mit dem Bundesfeuerwehrverband einen Sonderpreis erhielt. Durch Pfandbon-Spenden und den Verkauf von „Floriani-Weckerl“ leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Feuerwehren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 25% der Österreicher sind Mitglieder in einer der circa 4.800 Feuerwehren. Das sind nicht nur Zahlen, das sind Menschen, die oft in ihrer Freizeit bereitstehen, um anderen zu helfen. Im Jahr 2025 sollen die Einsätze der Feuerwehren allerdings deutlich zurückgehen, vor allem, weil starke Unwetter, wie sie 2024 stattfanden, ausbleiben. Dennoch: Die Mitgliederzahl ist auf 357.187 gestiegen. Ein kleiner Lichtblick in einer Zeit, in der wir oft von Negativmeldungen umgeben sind.

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Das Ehrenamt ist in Österreich fest verankert, und die Unterstützung von Arbeitgebern ist ein Schlüsselfaktor, um diese Tradition am Leben zu halten. Ein Bonussystem, das Entschädigungszahlungen für Unternehmen vorsieht, die ihre Mitarbeiter während Großschadensereignissen unterstützen, könnte bald noch mehr Firmen anregen, sich zu engagieren.

Man könnte fast meinen, dass das Feuerwehrwesen in Österreich ein eigenes kleines Universum ist – und das ist es auch! Ein Universum, in dem Gemeinschaft, Unterstützung und ehrenamtliches Engagement eine große Rolle spielen. Und das ist etwas, das wir alle unterstützen sollten.