Heute ist der 10.07.2026. In Salzburg, wo die Alpen die Luft mit einem Hauch von Freiheit und Abenteuer erfüllen, kämpft eine bemerkenswerte Frau für mehr Leidenschaft im Alter. Sonja Schiff, 61 Jahre alt, ist nicht nur Alternswissenschaftlerin, sondern auch Pflegeexpertin mit über 40 Jahren Erfahrung. Ihre Botschaft? Altern ist kein Schönheitsfehler! Und das, meine Damen und Herren, ist eine Ansage, die wir dringend hören sollten.

Schiff fordert eine Revolution des Altersbildes und bringt ein Thema auf den Tisch, über das viel zu oft geschwiegen wird: Sex und Intimität im Alter. Sie kritisiert das oft veraltete Bild des asexuellen Alters, das in Pflege und Medizin immer noch verankert ist. Sie erzählt die Anekdote einer 75-jährigen Klientin, die von einem Arzt überrascht wurde, als dieser annahm, sie hätte keinen Sex mehr. Ihre Antwort? „Ich hab nicht mehr jeden Tag Sex.“ – Ein Satz, der für viele ein echtes Umdenken erfordert.

Intimität und Privatsphäre in Pflegeeinrichtungen

In Pflege- und Seniorenheimen sieht es oft anders aus. Die Herausforderungen bezüglich Privatsphäre und Intimität sind groß. Zwar sind die Einrichtungen gut organisiert, doch die Wahrung der Privatsphäre steht oft nicht an erster Stelle. Hier kommt die Forderung von Sonja Schiff ins Spiel: Immer mehr Pflegeeinrichtungen entwickeln Intimitätskonzepte. Das ist ein positiver Trend, der den Fokus auf Zärtlichkeit und emotionale Verbundenheit im Alter legt. Denn der Wunsch nach sexuellem Kontakt bleibt bestehen, und das ist auch gut so.

Sexualität bleibt ein essenzieller Bestandteil der menschlichen Identität, auch im Alter. Sie beeinflusst das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl. In vielen Pflegeeinrichtungen herrscht jedoch oft Scham und Unsicherheit, besonders bei Demenz. Pflegekräfte müssen die Intimität respektieren und ihre Grenzen wahren. Es braucht klare Regeln und ein strukturiertes Schutzkonzept, um den Bewohnerinnen ein Leben in Würde und mit Respekt vor ihrer Privatsphäre zu ermöglichen.

Ein neues Verständnis von Altern

Sonja Schiff plädiert für einen Frieden mit dem eigenen Körper und kritisiert den ständigen Vergleich mit dem jüngeren Selbst. Sie sieht das Altwerden als spannend an und betont, dass viele Probleme im Alter nicht mehr bestehen. „Bunt Altern“ nennt sie das – ein Begriff, der die Vielfalt und die Freude am Leben in der zweiten Lebenshälfte beschreibt. Oft ist es die innere Haltung, die über die Lebensfreude im Alter entscheidet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Um den Bewohnerinnen ein gutes Leben zu ermöglichen, müssen Pflegeeinrichtungen Verantwortung übernehmen. Das bedeutet, eine klare Kommunikation im Team zu gewährleisten und Angehörige über die Rechte der Bewohnerinnen zu informieren. Ein Schutzkonzept muss die Regeln für intime Begegnungen definieren und sicherstellen, dass alles respektvoll und schambefreit behandelt wird. Nur so bleibt die Lebensqualität der Bewohnerinnen auf einem hohen Niveau.

Sonja Schiff engagiert sich aktiv in der Praxis – unter anderem als DJane bei „Silver Clubbings“. Ein Ort, wo nicht nur das Tanzbein geschwungen, sondern auch alte Klischees über das Alter auf den Kopf gestellt werden. Sie beschreibt sich selbst als selbstbewusst und unabhängig von der Meinung anderer. Ein Vorbild, das zeigt, dass die besten Jahre noch vor uns liegen können, wenn wir bereit sind, die entsprechenden Schritte zu gehen.

Ein offenes Ohr für die Bedürfnisse älterer Menschen und ein respektvoller Umgang mit ihrer Sexualität und Intimität – das sind zentrale Themen, die dringend mehr Aufmerksamkeit benötigen. Wir sollten die Stimmen wie die von Sonja Schiff hören und die alten Mythen über das Altern hinterfragen. Denn Altern ist kein Schönheitsfehler, sondern der Preis für das Leben. Und der ist es wert, gefeiert zu werden!