Wenn die Sonne am Horizont aufgeht und die Berge in ein goldenes Licht taucht, zieht es uns hinaus in die Natur. Wandern, das ist Freiheit pur! Aber wie steht’s mit der Sicherheit? Viele von uns vertrauen auf das Smartphone – schließlich hat man immer Karten, Wetterinfos und Notrufnummern dabei. Doch nicht überall, wo wir die frische Bergluft genießen, ist das Handy ein verlässlicher Begleiter. Funklöcher und schwaches Netz sind in alpinen Regionen keine Seltenheit. Und der Akku? Der kann bei schlechtem Empfang ruckzuck schlappmachen.

Was tun, wenn man in einer Notlage ist und das Handy nicht funktioniert? Hier kommt ein kleines, aber feines Gadget ins Spiel – die Signalpfeife! Sie kostet nicht viel (gerade mal sieben Euro) und kann im Notfall wahre Wunder wirken. Egal ob bei einem Sturz oder einer anderen Notlage, die Signalpfeife ist sofort einsatzbereit und funktioniert unabhängig von Akku und Netz. Der Deutsche Alpenverein und die Bergrettung Salzburg machen immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, das alpine Notsignal zu kennen. Dieses besteht aus sechs Pfeifgeräuschen pro Minute, gefolgt von einer Minute Pause. Wenn man das weiß, hat man schon einen entscheidenden Vorteil.

Mobiltelefone und ihre Tücken

Ja, Mobiltelefone sind eine der einfachsten Möglichkeiten, um Hilfe zu rufen – vorausgesetzt, das Netz funktioniert. In den weniger besiedelten Gebieten der Alpen kann es aber schnell mal eng werden. Falls der Empfang ausbleibt, sollte man die internationale Notrufnummer 112 wählen. Viele Rettungsdienste sind trotz schwachem Signal erreichbar. Und das Beste: Ein Notruf geht auch bei deaktiviertem Telefon oder unbekannter PIN, solange eine SIM-Karte im Gerät steckt. Handy-Besitzer sollten sich auch bewusst sein, dass die exakte Ortung des Notrufs nicht immer klappt. GPS ist hier das Zauberwort, und während die meisten modernen Smartphones damit ausgestattet sind, unterstützen ältere Modelle das oft nicht.

Die Möglichkeiten sind vielfältig! Neben dem klassischen Mobiltelefon gibt es auch Satellitentelefone, Tracking- und Notrufmelder sowie 406-MHz-Funkgeräte. Letztere sind allerdings nicht immer die günstigste Wahl. Und Satellitentelefone? Die kosten zwischen 500 und 1200 Euro – ganz schön heftig! Da ist es doch einfacher, eine Signalpfeife im Rucksack zu haben, die zwar klein, aber richtig effektiv ist.

Wichtige Tipps für den Notfall

Was passiert, wenn man wirklich in einer Notlage ist? Zuerst: Immer die Ruhe bewahren! Bei einem Notruf ist eine präzise Standortbeschreibung wichtig. Der Profi am anderen Ende der Leitung stellt eine Reihe von Fragen, um die Situation besser einschätzen zu können. Es ist auch ratsam, das Handy eines anderen Gruppenmitglieds zu benutzen, falls das eigene Gerät den Geist aufgibt. Und noch ein Tipp: Handy mit vollem Akku mitnehmen! Bei Kälte sollte das Gerät immer nah am Körper getragen werden, damit es nicht auskühlt.

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Wenn das Handy nicht funktioniert und man in Sichtweite ist, kann das alpine Notsignal helfen. Sechs Geräusche pro Minute mit einer Minute Pause – das ist der Schlüssel! Und wenn jemand antwortet, kann man mit drei Signalen pro Minute auf sich aufmerksam machen. Es macht einen riesigen Unterschied, wenn man das weiß und vorbereitet ist. Außerdem haben viele Wanderrucksäcke bereits eine integrierte Signalpfeife am Brustgurt. Diese kann jedoch weniger leistungsstark sein, weshalb eine separate Pfeife durchaus sinnvoll ist.

Die richtige Vorbereitung

Wenn es um Sicherheit in den Bergen geht, ist Vorbereitung alles. Neben der Signalpfeife sollten Wanderer auch die Notruffunktion des Handys kennen. Apps wie SOS EU Alp verbinden einen direkt mit der nächsten Leitstelle und leiten die GPS-Koordinaten weiter – ein echter Vorteil in kritischen Situationen. In der Schweiz zum Beispiel übernimmt die Rega alpine Notfälle und hat eine eigene App, die ähnlich funktioniert.

Für den Ernstfall kann auch ein Personal Locator Beacon (PLB) in Betracht gezogen werden. Diese kleinen Geräte senden Notrufe über spezielle Frequenzen und sind in vielen Ländern einfach zu registrieren. Die Registrierung kann sogar kostenlos sein, wenn man sich in England befindet. Es gibt also viele Möglichkeiten, sicher in den Bergen unterwegs zu sein – und eine Signalpfeife sollte dabei nicht fehlen!