Heute ist der 13.05.2026 und die Vorfreude auf das Cup-Finale am 14. Mai ist in Salzburg spürbar. Bernd Winkler, der Sportchef des Frauen-Teams von FC Red Bull Salzburg, hat in den letzten Jahren ordentlich etwas bewegt. Seit 2022 hat er die Zügel in der Hand und bringt nicht nur seine Erfahrungen aus dem Gymnasium und dem Salzburger Lokalfernsehen mit, sondern auch seine Zeit als Scout für das Männer-Team. Ein spannender Werdegang, der ihn hierher geführt hat, wo er nun die Geschicke des Frauenfußballs leitet.

Die Fusion mit dem FC Bergheim hat dem Team einen kräftigen Schub gegeben. In der Bundesliga hat das Frauen-Team gleich in der ersten Saison die Meistergruppe der besten vier Teams erreicht. Und das Cup-Finale, das auf dem Platz des Wiener Sportclubs stattfindet, ist die nächste große Chance, die das Team ergreifen möchte. Winkler sieht das Finale emotional höher gewichtet, doch der vierte Platz in der Bundesliga ist für ihn ebenfalls ein sportlicher Erfolg. Das Team hat konstant starke Leistungen gezeigt – auch wenn es eine Phase mit vier Niederlagen gab, blieb die Mannschaft ruhig und sammelte zuvor genug Punkte, um auf Kurs zu bleiben.

Vorbereitung auf das Finale

Mit 300 bis 400 Fans aus Salzburg, die das Team nach Wien begleiten, wird das Finale gegen Austria Wien, die in der Liga ungeschlagen sind, ein echtes Spektakel. Winkler hat eine klare Vision: Er möchte, dass die Mannschaft mit Power und Energie auftritt und als echte Red Bull-Mannschaft wahrgenommen wird. Die Kapitänin Lucia Orkić ist dabei eine wichtige Persönlichkeit, die als Vorbild für die jungen Spielerinnen fungiert. Und nicht zu vergessen, Emelie Kobler, die mit sieben Toren die erfolgreichste Torschützin des Teams ist.

Winkler und sein Team haben große Ziele. Ab der Saison 2025/26 wird die Frauenmannschaft unter dem Namen „FC Red Bull Salzburg Frauen“ in der höchsten Spielklasse antreten. Eine aufregende Perspektive! Winkler betont, dass es wichtig ist, jungen Talenten aus der Region eine Möglichkeit zur Entwicklung zu bieten. Er sieht einen klaren Unterschied zwischen Frauen- und Männerfußball. Bei den Frauen sei die Leidenschaft und der Spaß am Spiel intensiver, während im Männerfußball oft das Geschäftliche im Vordergrund steht.

Ein starkes Fundament für die Zukunft

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Männer- und Frauen-Abteilung des Klubs ist ein weiterer Pluspunkt. Winkler spricht von einem regen Austausch, der beiden Seiten zugutekommt. Es ist ein langfristiges Ziel, mit eigenen Talenten in die Bundesliga zu gehen und sich dort zu etablieren. Dabei möchte der Klub keinen Druck auf die Spielerinnen ausüben, sondern ihnen die Freiheit geben, sich zu entwickeln. Das ist, so Winkler, der Schlüssel zum Erfolg.

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In einem größeren Kontext passt das alles gut zu den aktuellen Entwicklungen im Frauenfußball. Der DFB hat mit der „Strategie Frauen im Fußball FF27“ ehrgeizige Ziele festgelegt. Diese Strategie zielt darauf ab, die Strukturen zu stärken und die öffentliche Wahrnehmung des Frauenfußballs zu erhöhen. Geboten wird eine vielversprechende Grundlage, die auch für Red Bull Salzburg als Vorbild dienen kann. Das Ziel, die Anzahl aktiver Spielerinnen und Trainerinnen um 25 Prozent zu erhöhen, könnte auch hier Anklang finden.

Am 14. Mai wird das Team also alles geben, um ein Zeichen zu setzen. Egal, wie das Finale ausgeht, die Entwicklung, die Winkler und sein Team nehmen, ist bereits ein großer Schritt nach vorne. Fußball ist mehr als nur ein Spiel – es ist Leidenschaft, Gemeinschaft und der unerschütterliche Wille, immer besser zu werden.